Samstag, 1. Januar 2022

rückblick 2021

 es kann nur noch besser werden   ....  waren meine letzten worte im rückblick 2020

2020 war immer noch anstrengend für mich

in etappen wurde man vertröstet auf bessere zeiten, auf bessere umstände. das große "c" schwebt über allem. man wächst hinein, langsam. teilweise freiwillig, oft auch unfreiwillig. die phasen voller optimismus und zuversicht werden gefühlt immer kürzer und sind immer schneller gefolgt von phasen des überdrusses. wie lange schon denke ich: nur noch kurz die misere aushalten dann wird es bessser. zähne zusammenbeißen und zusammenreißen. für die kinder. für uns alle hier.

es wird immer mehr. 

noch eine woche aushalten, 

noch zwei wochen muss die kraft reichen. 

nur noch ein monat. 

der frühling wird besserung bringen, 

der sommer bestimmt! 

um dann festzustellen, dass dann doch keine entlastung eintritt. ich fühlte mich abgehängt, kam nicht hinterher alles zu verschaffen. egal wie gut ich mir meinen plan zurechtgelegt habe, er wurde oft ganz kurzfristig umgeworfen und ein neuer plan musste her. ich fühlte den zwang etwas aufholen zu müssen, das was ich scheinbar verpasst habe (oder meine kinder in der schule). die kleinen lichtblicke im ausgleichen, weich machen, fallen mir nur noch selten auf. ich bin dünnhäutig, fahre schnell aus der haut. ich hasse es nur noch reagiern zu können. was wir morgens ausgemacht haben kann schon am mittag hinfällig sein. das ständige pläne schmieden. termine und arbeit unter einen hut kriegen. und bloß nicht die zeit für hausaufgaben oder langeweile und die phantasiewelt vernachlässigen. arzttermine wochen oder monate voraus vereinbaren und den stundenplan mit berücksichtigen. dann feststellen, dass auch der stundenplan nicht bindend ist. wieder umplanen.

 

jeder nachteil lässt sich zu einem vorteil umwandeln

meine innere unruhe ist dann begleitet vom drang mich zu sortieren, auszumisten, eine essenz zu finden. es fällt mir schwer, die nötige gelassenheit zu haben. dann falle ich zurück in das verbissene und verkrampfte. dabei - aus der ferne betrachtet - ist mir bei so viel unklarheit so vieles klarer geworden. ich habe mir meine klitzekleine welt schön gestaltet, freue mich an unserem schönen zuhause und den menschen, die uns hier (und dem wenigen darüber hinaus, das corona uns noch zugesteht) geblieben sind. kleine fluchten sind umso wertvoller und wertgeschätzter geworden. das strandkorb-konzert von philipp poisel zum beispiel ließ mich viele wochen unbeschwerter ertragen.

 

wie weit komme ich im hier und jetzt? 

unsere vielen ausflüge in die natur sind mir so wertvoll geworden. sie zwingen mich zum loslassen, zum einfach so sein. ohne erwartungen. schauen, was wir erleben. ohne die gedanken an die wäscheberge, den einkauf, die hausaufgaben der kinder, irgendwelche termine, die wir einhalten müssen. zulassen, dass ich nicht alles im griff haben muss. das lachen kommt ganz ungezwungen aus mir heraus und fühlt sich wieder herrlich leicht an. und ich übertrage das in unseren alltag. leben im jetzt. in dieser situation. ohne an die nächste aufgabe zu denken. im urlaub genieße ich das in den tag hineinleben. ohne weitreichende pläne, die wieder zerstört werden können.


die schönsten weihnachtsgeschenke sind manchmal nicht in papier verpackt, sondern in worte.

worte und menschen sind mir wichtiger geworden. lockere kontakte haben sich als große inspiration herausgestellt und tragen mich über weite strecken durch den bereichernden austausch mit ihnen. auch fremde menschen sind dabei, die ich auf instagram für mich entdeckt habe. oft sind es ihre kleinen aber feinen formulierungen, die meinen nerv treffen und durch die ich mich verstanden fühle. sie schaffen es dinge zu formulieren, die mir noch vage im kopf herumgeistern und peng: da ist genau das gesagt, was ich selbst noch nicht klar ausdrücken kann. dann ist es okay mir einzugestehen, dass ich für einen kurzen augenblick keine kraft mehr habe. 


die kanzlerin ist jetzt ein mann

 

noch nie war ich so aufmerksam, was die politik oder das aktuelle zeitgeschehen anging. mein wortschatz ist innerhalb kurzer zeit zwangsweise angereichert mit wissenschaftlichen und medizinischen begriffen. die kinder sind vollprofis im coronatest-business und können schon fachsimpeln über die verschieden testarten und sogar die hersteller... wir gehen mit abkürzungen aus diesen bereichen mittlerweile ganz selbstverständlich um und es scheint kein tag zu vergehen, an dem man dem begriff "PCR-test", "STIKO" oder "RKI" entrinnen kann. die tagesaktuellen inzidenzzahlen flutschen genau so selbstverständlich über das handydisplay wie die wetterprognose. 


 

leise weht ein blatt vom baum und nichts ist mehr so wie es einmal war

 

persönliche schicksale hielt das leben für uns bereit. krankheiten beutelten jung und alt und wir fühlten schmerzlich mit. mensch und tier haben uns verlassen und hinterließen eine lücke, aber holten bei mir auch viele wertvolle erinnerungen an gemeinsam verbrachte zeiten hervor. trauer, abschied, schmerz und krankheit jedoch bekräftigen meinen blick auf das hier und jetzt. sie lassen mich das vergangene und das zukünftige wertschätzen. sie zeigen mir, dass wir aufeinander aufpassen müssen, dass wir nichts verpassen dürfen - seien es 

ein danke oder 

ein gemeinsam verbrachter moment oder 

ein anregendes gespräch, 

gemeinsames lachen oder auch 

gemeinsam geweinte tränen.

 

 


unser ganz persönliches jahr in bildern



 
blumen - im garten oder in der freien natur ein happy place für mich
 
 
 
 
 urlaub und ausflüge waren schon lange nicht mehr so erholsam für mich
 
 
 
ein highlight in diesem jahr war die unterstützung bei der apfelernte unserer nachbarn. 
vom äpfel auflesen und verladen bis zur abgabe in der mosterei haben wir alles mitgemacht. zur belohnung durften wir uns apfelsaft beim getränkehändler holen. ob wir unsere eingesammelten äpfel herausschmecken?  ... auf jeden fall schmeckt das apfelmus aus den äpfeln phänomenal. 
 
 
 
meine ziele für 2022 sind nicht hoch gesetzt. 
ich möchte einfach nur im jeweiligen moment sein.
 
 
frohes, glückliches und gesundes neues jahr!

Freitag, 27. August 2021

erinnerungsfabrik urlaub - ich sammle für die trüben, dunklen tage

 

es brennen sich kleine vierecke voller erinnerungen ein. 

 


 

...in diesen speziellen tagen im jahr, die komplett entschleunigt sind. die nicht durchgetaktet sind. und in denen - wenn es gut läuft - alle auf ihre kosten kommen. 

die erinnerungen und querverbindungen zu bereits erlebtem werden neu vernetzt. es spinnen sich feine fäden zu schnüren und weiter zu netzen. das gemeinsam erlebte verbindet uns und doch ist es erstaunlich, wie unterschiedlich uns die reize ansprechen. und wie weit teilweise unsere kinder schon in vergangenen erinnerungen leben und sie im passenden moment aus ihrem erinnerungs-archiv wieder abrufen können. 



 

gerüche, geschmäcker und gedanken, die fest mit dem ersehnten urlaub verbunden sind. 

der feine geruch dieser nach minze duftenden pflanze, die sich im borstigen gras versteckt. wohl dosiert verströmt sie einen schwall ihrer typischen duftnote. 

die geschmäcker des kaffees, der milch und der butter sind hier anders als zuhause. die einfachsten gerichte schmecken raffiniert und vollkommen. 

 

da ist das bild des wassers, das über die feinen steine am strand schwappt, wenn die wellen brechen und die sonne durch die wirbelungen hindurch ihre lichtspiele veranstaltet. ich könnte stundenlang zusehen und mich an diesem endlosen spiel erfreuen, das nur die dunkelheit beenden kann. oder die kinder meine aufmerksamkeit einfordern. 

 

die schatten der bäume und sträucher, die an den hauswänden tanzen. 

 

das atemlose glück, wenn die kinder aus dem wasser auftauchen. die haare über der taucherbrille klebend, was aber nicht weiter stört, denn schwups sind sie wieder untergetaucht und versuchen sich im nächsten purzelbaum unter wasser oder im handstand à la schiefer turm von pisa. 

 

 

 

 

die farben des sonnenuntergangs 

 

das zirpen der zikaden 

 

den klebrigen mund nach dem eisessen 

 

das was ich hörte und wohl denke, nicht gehört zu haben 

 

den geruch der zitronellakerze auf dem tisch 

 

den klang der italienischen sprache mit all den wundervoll klingenden worten. 

 

das herabsinken der angespannt hochgezogenen schultern bemerken und bewusst spüren. 

 

 

 

 

am morgen schon gleich zu spüren, dass es ein heisser tag werden wird. und sich im selben moment an dem gedanken an abkühlung im see oder pool erfreuen. 

 

das in den tag hinein leben ohne großartig zu planen. 

 

das vor sich hin dösen, schwelgen in seinen gedanken, lesen bis mitten im satz das nächste mama, ....? ertönt. und dann sich einzugestehen, dass dieses buch hier nicht die richtige lektüre ist. und es wegzulegen mit großer vorfreude auf den richtigen zeitpunkt, der da noch kommen wird. 

 

 


 

Freitag, 11. Juni 2021

back to normal - zurück in die alltagshetze

"was steht heute an, mama?"

 

ministerpräsidentenkonferenz? was, war da eine? mit welchen ergebnissen? neue erleichterungen?

neue oder aktuelle coronaregeln? welcher test gilt wo und wie lange? wo brauche ich überhaupt noch einen?  habe ich den kindern die richtigen und alle unterlagen zurechtgelegt?


für die kinder freue ich mich riesig, dass die annäherung an die gute alte zeit voran geht. der alte stundenplan hängt wieder gut sichtbar an der pinnwand. die kinder müssen täglich draufsehen, um sich einen aktuellen überblick zu verschaffen, welche unterrichtsstunden anstehen. 

kurzarbeit und schule und private termine müssen wieder neu organisiert werden, woche für woche. es ist so anstrengend für mich, alle eventualitäten durchzuspielen und vorauszuplanen. die großeltern für die kinder zu managen, wenn ich arbeite. die schuleim überblick zu haben. zuhause alles abzudecken.

es kostet kraft

die zeit des lockdowns schien rückblickend doch so entspannt. abgesehen von den sorgen um die kinder, die familie, den job und die allgemeine lage in der welt. das homeschooling war anstrengend und der kampf um unseren platz in den jeweiligen neuen rollen war zermürbend.

 

trotzdem war ich in dieser zeit bei mir. so richtig geerdet. es war zeit - an der zeit - die dinge zu überprüfen. materiell und nach sinnhaftigkeit. ordnung und struktur gaben mir rückhalt, sicherheit, verlässlichkeit.

dabei trieb mich die liebe.

die liebe zu meinen kindern, zu meinem mann, zu meiner familie und meinen freunden. ich habe mich gekümmert, habe nach wegen, auswegen gesucht. umwege, irrwege sind wir dabei gegangen. sie haben mich gelehrt das leben zu nehmen oder es zu ändern, abzuwandeln, abzurunden.

nun sind da wieder mehr aufgaben zu jonglieren. es ruckelt, zuckelt. knarzt und krächzt. man muss anschieben, antreiben. abends ist die kraft alle und mein üblicher tatendrang lässt auf sich warten. wenn die kinder im bett sind, konnte ich noch so einiges erledigen. meist für mich. für unseren haushalt. konnte mich kümmern um sachen, die nicht so schnell nebenher gemacht werden können. die eine gewisse aufmerksamkeit und wertschätzung benötigen. 

auf dem sofa kann ich nur noch lümmeln, bloß nicht hinliegen. sonst schlafe ich gleich ein. aufrecht sitzen, berieseln lassen vom fernseher, dem www. mails checken und auf den letzten drücker noch überlegen, ob ich für den kommenden tag noch schnell etwas nachschauen oder ausdrucken muss. das gedankenkarussell beginnt sich zu drehen und ich hinterfrage die gründe für meine müdigkeit. klar muss jetzt wieder die routine reinkommen. das ständige überlegen, was wie wo wann ist nicht gerade entspannt. ich überlege, was kann ich darüber hinaus anders machen? mein größtes aufgabenfeld ist das management der kids. arbeitstage sind für mich am anstrengendsten. da habe ich gefühlt schon einen marathon hinter mir, wenn ich einstemple. 

guten morgen....bitte aufstehen....anziehen......früüüüühstück.......wie, ihr seid noch nicht angezogen?.....früüüühstück!!.....fang an zu essen.....nicht träumen...... essen!.....vesper richten....zähne putzen....geht bitte nacheinander zum zähne putzen......habt ihr das vesper eingepackt?......vesper einpacken......haare machen.....zopf klappt nicht.....erster kinderwutanfall......welche schuhe?.....schau raus und überleg......ich hab keine schuhe.....zweiter kinderwutanfall....zieh deine schuhe an......mamawutanfall....brauch ich ne jacke?.....schau raus und überleg!......schuhe? ......ist das vesper eingepackt?......scheiß schuhe, die sind alle doof......scheiß schuhe, ich brauch so lange, bis ich die angezogen habe, bin in der schule immer die letzte.....maske? .....schuhe.....letzter wutanfall für heute morgen.....habt ihr alles?....endlich fertig.....ich muss noch aufs klo.....

dabei immer die zeit im nacken. da ich selbst anschließend weiter muss, bringe ich die kinder ein stück mit dem auto und fahre dann weiter. ich hadere sehr mit mir, warum wir es nicht hinbekommen, dass die kinder von zu hause loslaufen. warum haben wir jeden morgen dieselben baustellen? die beste vorbereitung am vorabend ist zunichte, wenn das schuhdrama beginnt. wir können noch so gut in der zeit liegen, da kommt dieser verdammte zopf, der nicht gelingen will in die quere. der vernünftigste ansatz ist, noch früher aufzustehen. aber dann sind die kinder so müde und unausgeschlafen. abends schon kämpfe ich um jede minute, die sie früher ins bett kommen. egal wo ich ansetze, viel ist nicht rauszuholen. es gibt immer die unsicherheit, was die kinder am morgen treibt und welches schuhmonster, haarmonster, kleidermonster querschlägt. 

und selbst an arbeitsfreien tagen kommen wir nicht früher oder entspannter aus dem haus. auch dann fahre ich die kids ein stück in richtung schule, weil sie sonst zu spät dort ankommen würden. das schlechte gewissen plagt mich dabei. ich stehe unter druck, wenn wir im auto die anderen kinder in unserer nachbarschaft treffen beim aussteigen aus dem auto. warum haben wir es schon wieder nicht geschafft?

mir hilft nur die einsicht, dass es nun eben mal ruckelt und zuckelt und auch andere zeiten kommen werden. und dass die müdigkeit dazugehört. das ist momentan das wegstück, das wir gemeinsam gehen. die momente, in denen ich mich über ihr zügiges anziehen freuen kann, tragen mich über die stressigen zeiten. ich freue mich über die einforderung von meiner kleinen am frühstückstisch "was steht heute an?" und denke, dass sie ganz schön gewachsen sind in der letzten zeit.

und da ist sie wieder. die liebe.

ich kann sie nicht nachholen, aufholen. jetzt muss ich sie geben. 

das tue ich.

Mittwoch, 26. Mai 2021

himbeerdrops - zuckerschock mit fruchtgeschmack



da ist richtig viel zucker drin  -  aber auch ganz viel himbeergeschmack!

zutaten:150g himbeerpürree (aus 250g frischen himbeeren), 450g zucker, 180ml wasser, 150g glukosesirup, 80ml frisch gepresster zitronensaft, 18 blatt gelatine

1.die himbeeren pürieren und durch ein sieb streichen, 150g abwiegen.

2.den glucosesirup habe ich selbst gekocht aus widerum 200g zucker, 200ml wasser und etwas zitronensäure. 

3.die gelatine in kaltem wasser einweichen.

4.zucker, wasser und glucosesirup stark erhitzen und köcheln lassen. des himbeerpürree und den zitronensaft dazugeben und nochmal kochen lassen. 

5. den topf vom herd nehmen und die eingeweichte gelatine darin auflösen. die massen in pralinenformen gießen oder als ganzes in eine große form. bei zimmertemperatur abkühlen lassen. 

6. die erkalteten drops aus den formen stülpen oder die große form in kleine würfel schneiden. wenn man möchte, können die würfel in zucker gewälzt werden. ich habe darauf verzichtet, sie sind schon süß genug.
 

 
ich habe die himbeerdrops in einem schraubglas aufbewahrt.  


Samstag, 8. Mai 2021

muttertag

 muttertag

 

weil ich mama bin, habe ich andere mamas kennengelernt.

im muttercafé 

in der krabbelgruppe

im kindergarten

in der schule

 

überall her habe ich bekanntschaften geschlossen, weil ich mama bin. sie sind bunt zusammengewürfelt und alle sehr unterschiedlich. das gefällt mir sehr. es entstand ein reger und herzlicher austausch über kinderthemen. und darüber hinaus sind da auch freundschaften entstanden. über das mama sein hinaus. zwar gibt es immer wieder durststrecken, in denen man sich nicht sieht. aber es findet sich dann sofort ein thema, das die bande wieder knüpft. 

 

liebe mamas, liebe freundinnen:

schön, dass es euch gibt! ich hoffe ihr fühlt das auch an den anderen 364 tagen - nicht nur am muttertag.





 

 



Dienstag, 4. Mai 2021

bunte streusel selbstgemacht



 
zuckerstreusel selber machen? 
 
in der schublade mit den backzutaten habe ich eine kleine auswahl an zuckerstreueseln stehen. wir nutzen sie nicht oft, aber auf einem kindergeburtstag dürfen die süßen, bunten dinger nicht fehlen. seitdem ich auf diese anleitung gestoßen bin (in "apfelsaft und heidelbeerblau" von my feldt), ging sie mir nicht aus dem kopf. eine gelegenheit dafür musste sich bald bieten: ein kindergeburtstag. das geburtstagskind selbst war auch begeistert davon, also los. 

das zusammenrühren der grundmasse aus 250g puderzucker, 1 frischem eiweiß und 1 tl essigessenz war etwas schwer, aber die mädels haben es gut gemacht. aufgeteilt in 3 schalen haben wir der grundmasse noch farbe zugefügt. ich hatte noch lebensmittelfarben in pulverform in meinem vorrat. wir entschlossen uns für grün, türkis und lila. beim einrühren der farben wurde die masse zäher.

aus butterbrotpapier fomten wir drei spritztüllen mit einer ganz feinen spitze. mittlerweile war die masse wirklich zäh. voller euphorie wollte das geburtstagskind loslegen und die dünnen stränge aus der tülle drücken. das ist schwer. es erfordert große kraft in den händen und das feingefühl für die richtige geschwindigkeit. ist man zu schnell, reisst der strang ständig ab. ist man zu langsam, wird er zu dick. 

als das geburtstagskind resignierte, musste ich ran. diese 250 g durch eine miniöffnung zu drücken dauert ganz schön lange. nach einer stunde ist die masse getrocknet und kann zugeschnitten werden.

ich habe mir das einfacher vorgestellt.....


 

die kinder waren im glück und färbten sich beim streusel pur essen die zunge abwechselnd blau und grün. die reste haben wir dann gemischt in einem glas aufbewahrt. es steht nun neben dem glas mit den karamellisierten nüssen und wird auch so langsam geleert. und zwar nur von einer einzigen person. und dieses kleine mädel glaubt, dass ich nicht merke, wenn sie heimlich in das glas langt und sich eine portion genehmigt. hihi, sie denkt nicht an die farbige zunge.

für den fall, dass ich diese streuselsache ein weiteres mal in angriff nehme, habe ich mir folgendes vorgenommen: 

- die mengen halbieren. das reicht für eine geburtstagsportion völlig aus.

- nicht gleich die ganze zuckermenge mit den flüssigen zutaten verrühren, sondern erst nach und nach. unter umständen hatte ich zuwenig eiweiß...

- flüssige lebensmittelfarbe anstatt pulver, vielleicht wird die masse nicht so zäh



Montag, 3. Mai 2021

karamellisierte nüsse

wenn dieser post online geht, steht hier nur noch ein winziger rest dieser leckeren knabberei in der küche. aber ich möchte dieses rezept auf jeden fall zeigen. 

 

im neuen backbuch von my feldt bin ich auf die karamellisierten haselnüsse gestoßen. ich habe verschiedene nüsse dazu genommen. 

zutaten:  500g gemischte nüsse, 200g weißer oder brauner zucker, 200ml wasser, 360ml neutrales öl (sonnenblumenöl) ,grobes Salz aus einer Mühle

zubereitung: die nüsse werden zunächst im ofen bei 180°C umluft vorgeröstet. bei einer nussmischung muss man die zeit im blick haben, da die nüsse unterschiedlich schnell braun werden. etwas auskühlen lassen.

in einem topf den zucker und das wasser zu einem sirup aufkochen. die nüsse dazu geben und 10 minuten köcheln lassen. immer wieder umrühren. währendessen das öl erhitzen (in einem kleinen topf reicht wahrscheinlich auch weniger öl als im rezept angegeben). die karamellisierten nüsse in kleinen portionen aus dem topf entnehmen und im heißen öl kurz frittieren. vorsicht, das geht anfangs sehr schnell. mit einer schaumkelle herausheben und auf einem mit küchenrolle ausgelegten blech abkühlen lassen. den restlichen karamell im topf mit etwas sahne aufkochen und in einer flachen form fest werden lassen. daraus kann man später karamellbonbons schneiden. 


 

im rezept gibt es die anregung, dass die fertigen nüsse zu einem karamelligen mehl gemahlen werden können zum kuchen backen. dies kann ich leider nicht bestätigen....

tut mir leid. keine chance. mit diesem kümmerlichen rest kann man keinen kuchen mehr backen. vielleicht dann mit der nächsten portion. vielleicht....