Freitag, 3. Januar 2020

rückblick 2019

es war die zeit der geschichten, der bilderbücher, des kerzenscheins, 
des orangendufts, der heimlichkeiten
für mich ist es auch die zeit der vielen gedanken und grüberleien.
nicht nur auf der suche nach geschenkideen, sondern auch der suche nach reflexion.



mein letzter rückblick war geprägt von visionen. 
dieses jahr stand für mich zunächst unter dem stern des neuanfangs. erstmal zurechtkommen mit den neuen gegebenheiten. kraft hat das gekostet, viel kraft. aber es hat sich gelohnt.

vor einer weile bin ich über einen spruch gestolpert. 
"...gib mir die Gelassenheit, 
Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, 
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, 
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden."

diese worte beschreiben perfekt, wie das jahr für mich lief. sie treffen zu in allen lebenslagen.

sie benennen die beziehung zu meinen mädels. harte arbeit hatten wir zu bewältigen in einigen bereichen gleichzeitig. ich muss noch lernen und akzeptieren, dass manche sachen zur richtigen zeit ganz von selbst kommen.
in einem elterngespräch bekam ich neulich gesagt:
"man kann nicht am gras zupfen, damit es schneller wächst!"
den blick zu bewahren auf das, was genau von den kleinen erwartet wird und was auf sie einstürzt und von ihnen verarbeitet werden muss, erfordert größeres durchhaltevermögen von mir als ich dachte. aber zum jahresende bin ich durchaus optimistischer, dass mein schulkind seinen weg gehen wird.




zum jahresanfang wechselte ich den arbeitgeber, erhöhte die arbeitszeit.
der muskelkater in den ersten wochen war furchtbar. sich zurückzukämpfen in alte, mir bekannte und doch neue strukturen war auch kräftezehrend. es erforderte eine neuorganisation unseres bis dahin gut eingespielten familienlebens. und ich muss gestehen, dass die kids wahrscheinlich schneller an die neuen abläufe gewöhnt waren als ich.
die arbeit tut mir gut. zurück zu nachhaltiger arbeit. dinge anpacken, verändern, kreativ sein und das schönste ist, arbeit abzuschließen. ein kleiner bereich ohne hamsterrad. zumindest ist es nicht sofort auf den ersten blick zu erkennen.




das leben ist ein kampf
jeder kämpft auf seine ganz eigene weise
einer kämpft gegen sich selber,
eine kämpft um anerkennung und ums vorankommen
eine kämpft sich zurück ins leben
einer kämpft für seine familie
eine kämpft ums glücklich sein
ich sehe viele um michherum kämpfen

ich kämpfe eigentlich gegen die zeit
nie reicht sie aus.
egal ob auf der arbeit - da könnte man so viel mehr über mein vorhandenes pensum hinaus machen.
oder zu hause.
hausaufgaben, hobbys, spielverabredungen, haushalt, jahreszeitliche traditionen pflegen -
der tag hat nicht genügend stunden, um auch mal einfach nur gelangweilt abzuhängen.
die vielen dinge, die noch gemacht werden können bleiben ungetan.

um fassung musste ich dieses jahr kämpfen.
es kostete mich ein wenig zeit, mich für einen weg heraus aus der fassungslosigkeit zu entscheiden,
...es wird sich zeigen, was mit etwas mut und doch viel gelassenheit daraus werden wird.

ich weiß, den kampf gegen die zeit kann ich nicht gewinnen.
ich kann den umgang mit ihr lernen.
und gelassener werden.
manche dinge kann man nicht ändern.
aber ich kann täglich mein bestmögliches geben.
das macht mich zufrieden.




auf in ein neues jahr
voller zeit
voller mut
voller gelassenheit
 voller neuer abenteuer















              

Sonntag, 29. Dezember 2019

käpfle



die tage drüppeln so dahin
wir haben kein zeitgefühl
nur meine arbeitstage bringen für mich ein wenig struktur und abfolge ins spiel

die weihnachtsgeschenke unter dem baum werden von tag zu tag weniger
zuerst kamen die süßis in die süßischublade oder gleich in den bauch, bei mir auf die hüften
die klamotten sind in der waschküche zum ersten waschen
die lego geschenke wachsen von tag zu tag und nehmen erkennbare formen an. 
einer kommt zielstrebig voran, eine trödelt gemütlich vor sich hin 
und ist nicht weniger stolz, als alle steine verbaut waren als der papa.
und doch wird der raum nicht übersichtlicher, alles ist vollgestellt mit sortierkisten und spielzeug, 
mit kissen und resten von den geschenken unter dem baum



heute scheint zur abwechslung mal wieder die sonne und wir können raus an die frische luft.
die große hat sich einen ausflug zum käpfle gewünscht.

der wald um den aussichtsturm ist von unterschiedlichsten wegen durchzogen. 
breit und gemütlich zu begehen oder schleichpfade, 
die den kindern konzentration und geschick abverlangen.
im gestrüpp finden wir für jede anforderung einen passenden abenteuerstock.




 


die wintersonne macht ein paar spielerein mit der kamera möglich.
oben auf dem turm hat man eine aussicht in alle himmelsrichtungen und wir versuchen die uns bekannten berge und hügel wiederzufinden.




über stock und stein und gefrorene wiesen mit wildschweinspuren schlendern wir bis zum nächstgelegenen spazierweg. gegen die sonne laufen wir zurück zum parkplatz.

auf dem letzten loch kommt eine hier am auto an.
"mama, ich freu mich so auf die letzte knusper!"

zuhause wärmt uns der ofen wieder auf und den zucker aus lebkuchen, schokolade und früchtebrot haben wir uns auch verdient.



Sonntag, 13. Oktober 2019

goldener oktober - ein tag zum anhalten der zeit


jede jahreszeit hat was eigenes für sich
aber mal ehrlich: 
wer braucht schon den winter, 
wenn der herbst so wunderschön sein kann. 
er könnte ewiglich andauern!  






die sonne zeichnete die bezauberndsten bilder, 
die farben konnte meine kamera in keinster weise ebenbürtig wiedergeben
die gesellschaft hätte nicht wunderbarer sein können
der herbst zeigte sich von seiner schönsten seite

 

es war ein tag zum anhalten der zeit

Mittwoch, 8. Mai 2019

mein alltime-favourite: schokolierte cornflakes

was haben weihnachten, ostern, geburtstag...und alle anderen feiertage so gemeinsam?
ja, richtig. immer schenkt irgendjemand schokolade. 
unsere süßi-schublade wird nie so richtig leer.




eine möglichkeit, der schokolade neues leben einzuhauchen 
sind schoko-cornflakes häufchen.
wir nennen sie ja nach dem markenprodukt, 
allerdings mache ich hier ja keine werbung, gelle?

bis jetzt habe ich viele glückliche gesichter 
beim verkosten der kleinen häppchen beobachten können. 
ratzfatz waren schüsseln, schalen und dosen leergefuttert.

die rezeptur dafür besteht nur aus 3 zutaten und ein wenig zeit.

schokolade
mandelblättchen 
cornflakes

die schokolade wird bei niedrigster temperatur über dem wasserbad geschmolzen. 
das dauert eine weile und erfordert etwas geduld. 
da ich nicht so der typ bin, dabei genüsslich zuzusehen, 
mache ich die ein oder andere hausarbeit nebenher. 
kurz bevor alles geschmolzen ist, röste ich die mandelblättchen in einem topf an 
und lasse sie anschließend etwas abkühlen.
die letzten kleinen schokostückchen verrühre ich in der warmen schokomasse 
bis sich alle aufgelöst haben. dann gebe ich die gerösteten mandeln dazu 
und rühre sie kurz in die masse ein. 
cornflakes gebe ich in mehreren portionen dazu. 
erst wenn alle flakes mit schokolade bedeckt sind, 
gebe ich nochmal eine kleine handvoll dazu. 
ich mag es, wenn die schokoladenschicht eher dünn ist. 
nun mit zwei kleinen löffeln häufchen auf ein mit butterbrotpapier belegtes blech machen. 
das dauert wieder eine weile. wenn die geduld aber nicht ausreicht, 
dann einfach in ein mit butterbrotpapier ausgelegtes, flaches gefäß einfüllen.
bei zimmertemperatur wieder abkühlen lassen.
anschließend in streifen schneiden und diese in stücke brechen.
die häufchen in einer metalldose aufbewahren.




lange steht die dose hier nicht rum, hihi
gutes gelingen




Sonntag, 5. Mai 2019

ein spaziergang im mai - der winter will nicht so recht loslassen


vom frühstückstisch aus sah man heute morgen nur noch nebelsuppe
erst mittags leuchtet unser hausberg immer wieder dramatisch 
im wechsel zwischen sonne und wolken. 
nach dem mittagessen wagen wir uns hinaus, 
haben das ziel unseres spaziergangs an einer bank in der nähe festgelegt. 
mit aller mühe trotzen wir dem eisigen wind und dem schneeregen, 
der uns am ziel gesellschaft leistet. 
nur kurz halten wir es dort aus, die kinder erklimmen einen baum 
und wir machen uns auf den heimweg



 durch das triste wetter können wir trotzdem ein paar farben erkennen. 
man muss nur ganz genau hinsehen. 


und auch schwarz uns weiß können ganz interessant sein. 
die kinder haben eine große freude daran!



Donnerstag, 31. Januar 2019

französischer apfelkuchen und schwäbisches savoir vivre

savoir vivre


substantiv, neutrum [das]
bildungssprachlich
die kunst, das leben zu geniessen
lebensart, weltläufigkeit

 der winter schenkt uns gerade ein wenig schnee. unser großes mädel hat draussen spaß beim schneemann bauen, schlitten fahren und einfach nur rumhängen und nass werden. 
               am fuße der schwäbischen alb haben wir hier ein paar skilifte in der nachbarschaft.

 diesen sonntag sind wir mit kind und kegel auf die piste. 
bis erstmal alle ausstattung  zusammengetragen war und alles im auto war, 
grenzte schon an einen kleinen kraftakt. 
da war das kuchenbacken davor quasi entspannter.




und so geht ihr vor, wenn ihr auch mal so richtig geniessen wollt!

die zutaten sind:
200g butter
280g zucker
4 eier
1 prise salz
1 pck vanillezucker
400g mehl 
1 pck backpulver
etwas rum oder rumaroma
1kg äpfel

für den belag:
20g zerlassene butter
80g zucker
2 kleine eier

zuerst werden die butter und der zucker mit dem puderzucker und einer prise salz schaumig gerührt. die eier einzeln zugeben. mehl und backpulver mischen und unterheben. 
im originalrezept werden die äpfel geschält und in stücken unter den teig gemischt.
ich habe die äpfel geschält und in scheiben in den teig hineingedrückt. 
bei 160°C ca 40 min backen. 




nach einer halben stunde habe ich die flüssige butter mit dem zucker verrührt und ein paar minuten ziehen lassen. kurz vor ende der backzeit kommen die eier dazu. mit einem schneebesen eine homogene masse anrühren. auf dem noch heißen kuchen verteilen und mit nüssen bestreuen. 
erneut 20min. backen.

voilá
fertig ist dieser fluffige kuchen. 




nun ist zeit zum geniessen!
der kuchen ist mit heißem tee in der thermoskanne ebenso outdoorfähig, wie er drinnen mit einer ordentlichen portion sahne und kaffee bestens funktioniert!
dieses rezept wird auf jeden fall in unser familienrepertoire wandern. 

ski heil
entspannt und glücklich sind wir wieder zu hause angekommen. 
dort haben wir gleich wieder was vom kuchen gegessen, aber klar doch!



diese rezept ist teil einer kleinen aber feinen sammlung, die ich von meinen kolleg*innen bekommen habe. aus diesen rezepten möchte ich eine kleine serie hier auf dem blog machen. dies hier ist der allererste teil!

Dienstag, 1. Januar 2019

von helden, visionen und berg- und talfahrten im jahre 2018

dieses jahr hielt einiges für uns bereit

freudenfeste, 
abschiedsfeste, 
jubiläumsfeste, 
ausgefallene feste,
traditionelle feste



 

den ersten richtig erholsamen urlaub seitdem wir kinder haben
einen gigantischen und nicht enden wollenden sommer und einen verlängerten herbst




es gab momente des glücks aber auch momente der trauer und verzweiflung,
es gab helden in meinem leben,
und ich hoffe, auch wir konnten für andere zumindest kleine helden sein. 
es gab momente, in denen wir zusammenrücken mussten,
uns durchbeißen und gegenseitig unterstützen mussten, 
es gab momente, in denen ich von anderen getragen wurde.


ich habe mich von menschen verabschiedet, 
von mancher denkweise 
und von vielen dingen, 
die sich hier angesammelt hatten und ich meinte, sie noch zu brauchen. 
viele schränke, schubladen und kisten habe ich geleert, ausgemistet und neu eingeräumt. 
das machte mich im kopf so klar und doch war es nicht das heilmittel für meine innere unruhe. 


neue visionen beeinflussten mein arbeitsleben.
dieses wort: vision ist wahrlich lange zeit negativ behaftet gewesen. 
zu sehr verbunden war sie mit drastischen veränderungen und ließ den so groß geschriebenen teamgedanken und den zusammenhalt im team bröckeln.


und wenn ich so zurückdenke an die letzten wochen, an die berg- und talfahrten, an die glücklichen und an die nervenaufreibenden momente, wird mir klar:

eine vision zu haben ist doch etwas gutes. 

es besagt nämlich, dass ich einen plan habe.
jeder sollte einen plan haben.
klitzekleine pläne,
kleine pläne,
große pläne,
irgendeinen plan.
und nur diese vision vor augen treibt mich an. 

deshalb will ich danke sagen für all die schönen, berührenden und glücklichen momente, 
aber auch danke sagen für den beistand in weniger schönen und enttäuschenden momenten. 
für die völlig unerwartete unterstützung meiner vision 
- auch wenn es nicht dazu kam, sie in die tat umzusetzen.
so sind jetzt doch schon kleine schritte getan


wem möchtet ihr in diesem jahr danken?


in einem überaus verzweifelten moment presste meine große tochter heraus:
“mama, du hast doch für alles eine lösung!“ 
ich habe sie eben nicht immer parat, die richtige lösung!
aber 2019 kann gerne kommen.

ich bin bereit. 

ich werde - wie jedes jahr aufs neue - mein bestmöglichstes geben
für meine famillie, meine freunde und mich selbst!


happy new year