Samstag, 22. August 2015

kinderküchenquatsch - selbst genähtes zum kochen spielen


diese woche waren wir auf einem baby-geburtstag eingeladen.


 als geschenk habe ich ein paar sachen für eine kinderküche genäht.
eine kochschürze
schleifchennudeln
zwei spiegeleier
zwei möhrchen


die party war toll.
spatzl und die kleine schwester haben spaß gehabt und es sah so aus, als ob das geburtstagskind ebenfalls auf ihre kosten gekommen ist.


schee war´s 

Sonntag, 9. August 2015

sommerpause - einfach nur abhängen

jetzt sind schon über 4 wochen vergangen seit meinem letzten post.
in dieser zeit waren wir im schönen italien im urlaub und haben es uns gut gehen lassen
in dieser zeit haben wir den sommer hier im ländle genossen
in dieser zeit haben wir hier geburtstag gefeiert

die tage plätschern so vor sich hin, keine gelegenheit hier auf dem blog ein besonderes rezept oder eine bastelei zu zeigen. die devise lautet: so einfach wie möglich ohne großen aufwand.


wir sind viel draußen und trotzen der hitze mit viel frischem obst und eiskaffee
einfach nur geniessen
die ersten anzeichen des herbstes sind schon zu erkennen
vertrocknete blätter und gräser
das obst reift an den bäumen
manche abende sind auch schon etwas kühler und windig geworden

 
genießen
ganz entschleunigt
in den tag hinein leben
keine termine (im kindi sind auch sommerferien)
nette treffen mit anderen muttis und der familie
manchmal einfach nur faules nichtstun

 

herrlich - du sommer hier im ländle!

 



Dienstag, 7. Juli 2015

stracciatellaquark oder zerdatschte dickmanns




 

die kinder sind im bett
mir gelüstet es nach etwas "unvernünftigen"
was ganz schnellem


 was gibt der vorrat her?

das hier:
250g quark
1 pckg vanillezucker
4 dickmanns

den quark mit dem vanillezucker verrühren. die waffel der dickmanns entfernen und zur seite legen. den schaum zum quark geben und mit einer gabel vermischen bis sich eine gleichmäßige masse bildet.
für das gute gewissen hab ich noch ein paar scheiben "plattpfirsich dazu gegeben. die kombi ist genial! die waffel wieder dazugeben und los:




 probiert es mal aus.
wir saßen auf der terasse und haben gelöffelt und gelöffelt.
so ganz ohne "hanna, jetzt eß endlich weiter!" oder "lotte, füße vom tisch!"
es war herrlich













Sonntag, 5. Juli 2015

ich back´s mir - geschüttelt und nicht gerührt




neben obstkuchen ist der rührkuchen meiner meinung nach perfekt für warme tage.
man muss keinen angst haben, dass sich sahne und sonstige cremes verflüssigen und somit den kuchen ruinieren...
rührkuchen geht immer. klein und groß lieben ihn.

mein beitrag zu ich back´s mir ist geschüttelt und nicht gerührt.
es ist ein einfaches rezept - keine aussergewöhnliche zutaten mit starallüren.

schüttelkuchen


die hauptdarsteller sind:
300g mehl 
200g zucker
80g geraspelte schokolade 
100g gemahlene nüsse 
1 pckg vanillezucker 
1 pckg backpulver 
1 el rum 
100g zerlassene butter 
4 eier 
eine tasse starker kalter kaffee

zuerst die trockenen zutaten in eine ausreichend große schüssel geben, dann die feuchten und alles zusammen zu einem teig zusammenschütteln. das geht auch unter erschwerten bedingungen, wie einem kind auf dem arm.

der kuchen lässt sich in die verschiedensten kostüme zwängen. 
egal, ob in die klassische kastenform oder in kleinere guglhupf-formen. 
er spielt seine rolle hervorragend.
bei 180°C eine halbe stunde backen. in einer kastenform braucht er eine ganze stunde.


der auftritt auf einer großen bühne passt ebenso zu ihm, wie eine kleine rolle in einem kleinen theater. 
 
bei tastesheriff gibt es noch mehr inspirationen zum thema rührkuchen

Montag, 29. Juni 2015

mein alltag ist ihre kindheit

in diesen tagen gehen mir immer wieder ein paar gedanken durch den kopf

während ich die meistgenutzten geräte hier in unserem haushalt fülle (waschmaschine, spülmaschine und kühlschrank) mache ich mir nen kopf über meinen alltag, also genauer gesagt, über den alltag und die kindheit meiner kinder.....
angefangen hatte alles mit:


süßigkeiten
und die erinnerungen, die sie in mir hervorriefen:
an meine eigene kindheit.
an die zeit vor meinem siebten oder achten lebensjahr kann ich mich nicht aktiv erinnern.
die zeit danach wird mir gerade immer wieder präsenter. auch, weil ich durch zufall ein paar alte schülerkalender, aufkleber-alben und über facebook eine alte schulfreundin aus der grundschule wiedergefunden hatte....
immer wieder erinnere ich mich an die schöne zeit als kind.
an die kinder auf dem fußballplatz,
an den bach, den wir erkundeten und
die bäume und büsche, die uns immer wieder kleine abenteuer bescherten,
an das freibad, das nur wenige gehminuten von uns daheim entfernt war,
an die "gemütlichen nachmittage" mit meinen mädels,
an fahrradausflüge in unseren schrebergarten oder zu den rehen im wald,
grillen auf der jungviehweide mit ganz vielen verwandten,
...
....
es sind nur schöne erinnerungen, die mir in den sinn kommen.
im nachhinein ist da kein frust, keine erinnerung, die ich als schlecht betiteln würde.


und dann denke ich weiter:
sind meine kinder auch so glücklich?
was vermittle ich ihnen, wie gestalte ich ihre kindheit?
so, dass sie sich später auch nur positiv daran erinnern?

manchmal, wenn der alltagsfrust etwas überhand nimmt und ich mit meinen nerven fast am ende bin, zweifle ich daran. es kostet kraft, die zicken und macken auszuhalten. 
da tun mir immer und immer wieder gespräche mit muttis mit den selben "problemen" gut. zu wissen, es geht auch anderen so. nicht nur meine große ist so schwierig, uneinsichtig und bockig.
dabei bin ich diesen gesprächen über schlaf, essen, kinderkram manchmal echt überdrüssig. ich hasse es, wenn ich in dieses muster verfalle und über den rhythmus der kleinen spreche und darüber, wie die eine oder andere sache gut oder schlecht ist. ich möchte das einfach mal lassen!
bitte mal über andere sachen sprechen! aber über was denn? was ?
und wenn sich ein gespräch doch wieder in diese eine bestimmte richtung entwickelt, bin ich doch wieder mit herzblut dabei. wie beruhigend, dass ich nicht alleine bin auf weiter flur.
schließlich bin ich tatsächlich gerne mutti. ich mag es und ich versuche es mit jeder faser meines körpers zu geniessen. das gelingt nicht immer, aber meistens doch.
ich darf daheim sein und die zeit mit meinen mädels verbringen. in den tag hineinleben (wenn es die drei geräte zulassen), mit den mädels den garten erobern, ihnen die welt zeigen.
auch wenn es mich nerven kostet, wenn die große mal wieder ihren eigenen kopf hat.
alles so laufen muss, wie sie es möchte.
süßis ohne ende naschen möchte. 
quasselt ohne punkt und komma. 
trödelt ohne ende.
mal wieder nicht einschlafen möchte und alles andere wichtiger ist, 
als mir den ersehnten feierabend zu gönnen.

 
und wenn es nur einmal lacht, dann ist alles vergessen! hehe. 
eine stufe weiter sind wir schon:
"mama, ich hab dich lieb!"
dann ist alles wieder - für eine weile - gut.
schnell noch ein bißchen was süßes und schon geht´s weiter. 

was habt ihr früher so gerne genascht?
was erinnert euch an eure kindheit?






Samstag, 27. Juni 2015

bananen-schokosahne-torte

so langsam sieht es aus, als ob ich immer nur in der vergangenheit lebe....
aber ich erlebe meine kindheit gerade irgendwie noch einmal. 

bei uns ist gerade geburtstags-saison.
es ist so brauch, dass man dazu auch einen kuchen oder salat mitbringt.

ich entschied mich für die bananen-schokosahne-torte, den meine oma götz oft gemacht hatte, als sie noch fitter war.
als ich dann mal nachfragte, wie sie denn den immer gemacht hatte, sagte sie nur: "ich weiß es nicht, ich bin doch so vergesslich!"
schon wieder ein fall von "zu spät nachgefragt"

aber ich hab mir da jetzt was zusammengereimt

bananen schokosahne torte
 

für die schokosahne:
100g schokolade
150ml schlagsahne
in einem topf bei niedriger temperatur schmelzen lassen, bis sich sahne und schoki komplett vermischt haben. ab und zu umrühren!
kühl stellen. am unkompliziertesten schon am vorabend vorbereiten und im kühlschrank aufbewahren


den boden habe ich aus dem rezept der fantaschnitten gemacht:

4 eier
150g zucker
1 pckg vanillezucker
125ml öl
150ml fanta
250g mehl
3 tl backpulver
80g gemahlene mandeln
 zum aufpeppen habe ich 100g schokostreusel dazu gegeben

eier mit dem zucker cremig aufschlagen. öl und fanta dazugeben. danach mehl, backpulver, mandeln und schokostreusel locker unterheben.

bei 180°C ca. 25 minuten backen


 ist der boden ausgekühlt, wird die schokosahne aufgeschlagen und nochmals 100g steife schlagsahne untergehoben. den boden mit längs halbierten bananen belegen und die schokosahne darüberstreichen.


 so ein stück kuchen ist ganz schön reichhaltig und ein weiteres stück davon ist auf keinen fall zu bezwingen. also seid gewarnt: wenn ihr mehrere leckere kuchen vom buffet probieren wollt - lasst die finger von der schokosahne.
wenn ihr aber ein mega leckeres stück kuchen essen wollt....
greift zu!




Mittwoch, 17. Juni 2015

baumstammkuchen


wie machen die das bloß?

perfekt gerollt
 keine zuckerkristalle mehr zu spüren


oma und mama haben es einfach raus!
und wenn man mal mit leichter verzweiflung in der stimme nachfragt, dann kommt folgende antwort:
"weißt du, das hängt immer viel vom mehl ab oder von den eiern. 
mir gelingt das auch nicht immer gleich."
okay - verstehe ich vielleicht. aber wann ist das, dass es ihnen mal nicht gelingt? ich hab das noch nicht mitbekommen.

ich hätte mich einfach früher für solch hausmütterliche dinge interessieren sollen. nicht erst wenn es schon fast zu spät ist. so ist es halt, man nimmt die sachen solange hin und irgendwann gibt es sie vielleicht nicht mehr. aber das scheint ein schon lange bestehendes problem zu sein. auch von meiner schwiegermutter höre ich ab und zu ein: " ja, das hätte ich mal nachfragen sollen, jetzt ist es zu spät"

zu unserer hochzeit haben meine ma und meine schwester uns eine rezeptesammlung mit all den köstlickeiten aus meiner familie zusammengestellt.
und da ist eine handgeschriebene seite von meiner oma mit diesem legendären rezept

dem
baumstammkuchen

den habe ich zum ersten mal ausprobiert. 
zum anlass ihres geburtstags.
zu diesem geburtstag konnte sie ihn nicht mehr selbst backen.


für den teig:
100g zucker, 6 eier, 80g gemahlene walnüsse, 50g mehl 

für die füllung:
140g butter, 100g zucker, 120g gemahlene walnüsse, 4 eiweiß

für den überzug:
4 eigelb, 140g puderzucker, 100g butter, 3el kakao
alternativ: 100g butter, 2 eiweiß, eine prise salz, 100g zucker

 


für den teig werden der zucker mit den eigelben hellgelb schaumig gerührt.
die nüsse und das mehl dazu. zum schluß wird vom eiweiß der schnee untergehoben. bei 200°C ca 20-25 min. backen.
ich habe den teig in einem normalen großen blech auf backpapier gebacken, da wird er relativ dünn. besser wird das ergebnis in einem kleineren blech (20x30cm)
 den teig auf ein abtrockentuch stürzen und sofort einrollen. so auskühlen lassen.

für die füllung werden die zutaten mindestens 15min. gerührt. ein hoch auf meine küchenmaschine! auf die teigrolle auftragen und wieder einrollen. ab jetzt im kühlschrank aufbewahren. 

die zutaten für den überzug ebenso lange rühren. 
und da kommt der haken. die butter hat sich nicht mit den eiern vertragen. die masse ist mir geronnen. menno! jaja ich weiß, das soll ja anscheinend auch der oma passieren...
auf die schnelle habe ich mir anders beholfen:
2 eiweiß mit 100g puderzucker und einer prise salz steif schlagen 
100g butter mindestens 15min aufschlagen
ein zweites hoch auf meine küchenmaschine!
beides vermischen und dabei 3 el kakao unterheben.

die rolle wird bei 2/3 der länge schräg abgeschnitten. das kleinere stück an das größere ansetzen. mit der creme überziehen und mit einer gabel die baumrinde simulieren. 
erneut kühlen, damit der überzug fest wird.



meine oma hat ein stück gegessen.
mir hat der baumstammkuchen auch gut geschmeckt. er war nicht so wie der von der oma selbst, aber ganz passabel. 

fazit:
der kuchen ist sehr lecker, auch wenn man einige zeit dafür einplanen muss. 
und jetzt verstehe ich, warum sich früher in dem dorf, aus dem ich komme, so viele frauen drei tage lang zusammengeschlossen haben, um die kuchen für die hochzeiten zu backen.
bei so viel aufwand war jede helfende hand gold wert. schließlich gab es damals noch keine küchenmaschine, die bequem die kraftraubende rührarbeit übernahm. 
und ich kann jetzt - leider erst im nachhinein - den einsatz meiner oma noch mehr würdigen.